Dez 212013
 

Hunde haben im Umgang mit ihren Artgenossen andere Höflichkeitsgesten, Rituale und Gepflogenheiten als wir Menschen.
Diese wollen wir in der Artikelreihe “Körpersprache verstehen” erklären! Viel Spaß beim Lesen!

Teil 5 – Sprechen im Befehlston

Menschliches Verhalten:
Wir sprechen sehr laut, ärgerlich und im Befehlston mit dem Hund.

Was Menschen damit meinen:
Wir wollen das der Hund sofort und ohne Umwege hört und z. B. kommt oder „Sitz“ macht.

Wie der Hund das versteht:
Ojeh, mein Mensch ist schlecht gelaunt oder aggressiv. Um ihn macht man besser einen Bogen und kommt ihm nicht zu nahe.

Wie der Hund reagiert:
Er wird sehr zögernd herankommen, eventuell sogar den Schwanz einklemmen und eine mehr oder weniger geduckte Haltung zeigen. Damit will er den Menschen beschwichtigen und ihm zeigen, das er sich unterwirft.
Je strenger die befehlende Stimme ist, desto langsamer wird oft das Kommando, das gegeben wird ausgeführt werden. Langsame Bewegungen haben einen beschwichtigenden Effekt, schnelle Bewegungen wirken bedrohlich.
Oder der Hund „erstarrt“ und es sieht so aus, als wollte er nicht gehorchen. Der Hund ist dann keinesfalls stur oder gar dominant. Auch dieses  „Erstarren“ ist eine bewährt Beschwichtigungsgeste unter Hunden die zur Konfliktvermeidung dient und bei Bedrohung durch Artgenossen eingesetzt wird. Hören Sie auf bedrohlich zu wirken, seien Sie freundlich und Ihr Hund wird freudig kommen!

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